August-Weygang-Gemeinschaftsschule Öhringen

Pädagogisches Konzept der August-Weygang-Gemeinschaftsschule Öhringen

Allgemeines

Unsere Schule ist eine zweizügige Gemeinschaftsschule. 35 Lehrer, zwei Sozialpädagoginnen, eine pädagogische Assistentin, zwei Berufseinstiegsbegleiter und mehrere Jugendbegleiter arbeiten mit unseren Schülern. Wir kooperieren mit der

  • Richard-von-Weizsäcker-Schule (Berufsschule) im Rahmen unserer Kooperationsklassen
  • Tiele-Winckler-Schule (Schule f. Erziehungshilfe) im Rahmen unserer Außenklasse
  • Albert-Schweitzer-Schule (Förderschule) im Rahmen der Förderstation / Betreuung unserer Inklusionsschüler

Leitbild/Leitgedanken

Grundlegend für das Schulleben und den Unterricht an der August-Weygang-Gemeinschaftsschule ist unser Schulmotto Gemeinsam aktiv lernen – stark für die Zukunft. Jeder ist an unserer Schule willkommen und soll sich wohlfühlen. Ein respektvoller Umgang aller am Schulleben Beteiligten ist uns sehr wichtig.

Wir versuchen jeden Schüler mit seinen individuellen Stärken und dem gegenwärtigen Entwicklungsstand wahrzunehmen, ihn in seinem Lernprozess zu unterstützen und ihm zunehmend mehr Verantwortung für sein Lernen zu übertragen. In ihrem Ziel, einen guten Schulabschluss zu erreichen, unterstützen wir unsere Schüler mit einer praxisnahen Ausbildung und der Kooperation mit verschiedenen Wirtschaftsbetrieben.

Entwicklung unserer Schule in den letzten Jahren

2000
Einführung des Ganztagesbetriebs in offener Form mit Schulsozialarbeit
2007
Würth-Bildungspreis
2008
Verleihung des Berufswahl-Siegels Baden-Württemberg für berufsorientierte Schulen
2014
MINTec-Stützpunkt für alle Öhringer Grundschulen
2015
Start der Gemeinschaftsschule mit zwei 5. Klassen
2016
Umbenennung von Weygangschule in August-Weygang-Gemeinschaftsschule

Die Lernkultur unserer Schule

Die Lernkultur unserer Schule lässt sich anhand verschiedener Punkte erklären. Dazu gehören die Tages- und Wochenstruktur. Jeder Schultag beginnt mit einem sog. offenen Beginn um 7.50 Uhr, der Unterricht beginnt um 8.00 Uhr und endet an drei Tagen um 16 Uhr. An diesen drei Tagen können die Schüler ein warmes Mittagessen in der Schulmensa einnehmen und am Nachmittag verschiedene Arbeitsgemeinschaften besuchen.

An jedem Schultag findet eine IL-Stunde (IL = Individualisiertes Lernen) statt, in der unsere Schüler im Rahmen eines Wochenplanes unterschiedlich schwierige (auf 3 Niveaustufen) Aufgaben in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch bearbeiten. Am Ende der Woche findet ein sog. Lerncoaching-Gespräch zwischen Lernbegleiter und Schüler statt, in dessen Mittelpunkt die Beobachtung des Lernbegleiters und die Selbstwahrnehmung des Schülers stehen.

Die Leistungsmessung erfolgt auf drei Niveaustufen durch differenzierende Beurteilungen über den individuellen Entwicklungs- und Leistungsstand des einzelnen Schülers. Aufgrund gesellschaftlicher Anforderungen bieten wir ab dem 8. Schuljahr zusätzlich Ziffernoten an, um übliche Bewerbungsverfahren zu ermöglichen.

Mit zunehmender Eigenverantwortung für ihr Lernen entscheiden unsere Schüler, wann sie einen Leistungsnachweis erbringen möchten. Hierfür werden innerhalb einer Woche zwei mögliche Termine angeboten.

Leistungsrückmeldung bzw. –dokumentation erfolgt individualisiert. Das bedeutet, dass der Lernbegleiter dem jeweiligen Schüler ein schriftliches Feedback darüber gibt, was er bereits gut beherrscht bzw. was weiterhin zu üben ist.

Zweimal pro Schuljahr (jeweils zum Ende des ersten bzw. zweiten Schulhalbjahres) erhalten die Schüler einen Lernentwicklungsbericht, aus dem hervorgeht, auf welchem Leistungsniveau der Schüler (überwiegend) in den einzelnen Fächern und Fächerverbünden gearbeitet hat. Die Ausgabe des Lernentwicklungsberichts erfolgt im Rahmen eines Gesprächs zwischen Klassenlehrer und Eltern sowie Schüler.

Das Lerntagebuch unserer Schüler ist Dokumentationsheft, Organisationshilfe und Kommunikationsmittel in einem. So halten sie in ihrem Lerntagebuch fest, was sie gearbeitet haben, was sie noch bearbeiten wollen, welche Ziele sie sich setzen und welche sie bereits erreicht haben. Das Lerntagebuch ist Gesprächsgrundlage für Gespräche zwischen Klassenlehrer und Schüler und bietet Anlässe zu Gesprächen mit Eltern.

In den Lerncoaching-Gesprächen, die zwischen Lehrer und Schüler stattfinden, werden gemeinsam mit dem Schüler Strategien erarbeitet, die es ihm möglich machen, sein gesamtes Leistungspotential abzurufen. Äußere Rahmenbedingungen wie der Schüler-Arbeitsplatz oder die Klassensituation sind hier genauso Gesprächsgegenstand wie effektive Lernstrategien und innere Ressourcen des Schülers.

Wir sind überzeugt davon, dass die Gestaltung der Lernräume großen Einfluss auf die Qualität des Lernens unserer Schüler hat. So sind alle Klassenzimmer mit neuem Lernmobiliar ausgestattet, welches sowohl individuelle als auch kooperative Lernformen ermöglicht. Im Sommer 2016 werden die naturwissenschaftlichen Fachräume saniert und komplett neu ausgestattet. Weitere bauliche Veränderungen sind für das Jahr 2017 geplant.

Lernangebote

Der Unterricht an unserer Schule ist geprägt von kooperativen und individuellen Lernformen. Dabei wechseln sich gut strukturierte Inputphasen für die gesamte Lerngruppe und individuelle Lernzeiten, in denen jeder Schüler Aufgaben seinem persönlichen Leistungsniveau entsprechend bearbeitet, ab. Ergänzend gibt es projektorientierte Arbeitsphasen und Werkstattarbeit in den praktischen Fächern bzw. Fächerverbünden.

Als Ganztagesschule bieten wir an drei Tagen in der Woche (Montag, Dienstag, Donnerstag) bis 16 Uhr Ganztagesbetreuung an. Schülerinnen und Schüler können an verschiedenen Arbeitsgemeinschaften teilzunehmen. Angeboten werden unter anderem Diabolo, Schwimmen, Fit & Gesund, Theater, Trommeln, Tanzen und English Conversation.

Mit inklusiven Unterrichtsangeboten im Bereich Lernbehinderung/Lernförderung haben wir viel Erfahrung. Seit Jahren besuchen Schüler der Albert-Schweizer-Schule (Förderschule) unsere Schule und sind im Regelunterricht voll integriert. Schüler, welche die Außenklasse der Tiele-Winckler-Schule (Schule für Erziehungshilfe) besuchen, sollen sukzessive in Regelklassen integriert werden mit dem Ziel, Schüler einer Regelklasse zu werden. Der gemeinsame Unterricht hat für alle Schülerinnen und Schüler positive Lerneffekte.

Die Förderung der Sozialkompetenz unserer Schüler ist uns wichtig. Somit gehören regelmäßig stattfindende Veranstaltungen in diesem Bereich in den Schulalltag unserer Schüler. Dazugehören unter anderem das Klettern im Hochseilgarten, Workshops zu „Cybermobbing“, Trainings zu gewaltfreier Konfliktlösung und das Sozialtraining zur Förderung der Teamfähigkeit. Hierbei wird regelmäßig auf außerschulische Lernpartner bzw. –Lernorte zurückgegriffen.

Bildungspartnerschaften mit Betrieben helfen uns, unsere Schüler von Beginn bis zum Ende ihrer Schulzeit auf ihr zukünftiges Berufsleben vorzubereiten. Zu unsern Bildungspartnern zählen unter anderem die Firmen Arnold (Ernsbach), Hornschuch (Weißbach), Sparkasse Hohenlohekreis (Öhringen), Wald- und Schlosshotel (Friedrichsruhe) sowie Wolff & Müller (Waldenburg).

Verantwortung fordern und fördern

Unseren Schülern Schule als Gemeinschaft erfahrbar zu machen ist uns wichtig und findet auf vielfältige Weise während des gesamten Schuljahres statt. Ökumenische Gottesdienste, verschiedenste Sportturniere und –veranstaltungen, Schulfeste oder die Schülervollversammlung seien hier stellvertretend genannt.

Die Zusammenarbeit mit Eltern findet auf vielfältige Weise statt. So gibt es neben den regelmäßig stattfindenden Elternpflegschaften, dem Elternbeirat und Schulkonferenzen auch Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen. Darüber hinaus bringen sich Eltern immer wieder in unterschiedlichen Bereichen ein (z. B. bei der Montage einer Kletterwand).

Weitere Unterstützung erfahren wir durch unsere zwei Schul-Sozialpädagoginnen, die unseren Schülern zusätzliche Angebote zum Beispiel im Bereich Persönlichkeitsförderung anbieten können (Kunstprojekt, Klettern im Hochseilgarten).

Wege zum Abitur

Da wir als Gemeinschaftsschule alle drei Niveaustufen unterrichten und anbieten, können Schülerinnen und Schüler, die in Klasse 10 in allen Fächern auf dem erweiterten Niveau arbeiten nach Klasse 10 auf ein allgemeinbildendes Gymnasium gehen.

Schülerinnen und Schüler, die die Mittlere Reife an der August-Weygang-Gemeinschaftsschule abgelegt haben, können ein berufliches Gymnasium besuchen. Möglichkeiten in Öhringen sind hier das Technische Gymnasium, das Agrarwissenschaftliche Gymnasium, Sozialwissenschaftliche Gymnasium und das Wirtschaftsgymnasium.


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